Tag 170-254: Endlich vernünftige Arbeit, ein einsamer Geburtstag und Fränzes Trip to Lithuania :).

Mittwoch, 10.04.2013

So, ich böses, böses Kind habe mich seit 3 Monaten nicht mehr gemeldet, aber i.wie hatte ich mal überhaupt keine Lust einen Bericht für euch zu schreiben. Ich weiß, ich weiß, bei meiner unmengen an Freizeit müsste ich eigentlich froh sein über jede Art der Beschäftigung, aber naja, ... Zum Schreiben muss man in der richtigen Laune und Stimmung sein und nur, wenn die Gedanken fließen wirds auch was anständiges ;).

Ich beginne mal mit der Arbeit. Arbeitsmäßig hat sich in den letzten Monaten echt was getan. Ich abeite nun im Babyhaus und die Arbeit dort macht mir auch echt richtig Spaß. In meiner Gruppe sind 9 Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Monaten. Anfangs waren es, bis vor 2 Wochen, noch 10 Kinder, aber eines durfte inzwischen wieder zu seiner Mutter, da diese nun Clean ist. Man kann sich das ganze dort wie in einer Kindergrippe vorstellen, nur dass die Kinder abends ebend nicht mit den Eltern nach Hause gehen, sondern immer dort sind. Der Tagesablauf ist auch immer der Selbe. Die kleinen Racker stehen um 8.00 Uhr auf, dann spiele ich mit ihnen, oder kuschel oder eben i.was der Gleichen. Gegen 9.15 Uhr gibt es den Frühstücksbrei und danach gehen sie schlafen. In der Zeit mache ich das Spielzeig sauber und Staubsauge. Wenn alle angefallenen Arbeiten erledigt sind habe ich Pause und kann machen was ich will, meistens Tee trinken und lesen, sowie Mittagessen gehen. Dann gegen 12.30 holen wir die "großen" Kinder der Gruppe aus dem Bett, füttern sie und setzen sie auf's Töpfchen, danach holen wir die kleineren Kinder. Dann wird wieder gespielt und gegen 14.00 Uhr bekommen die kleineren ihren Mittagsbrei. Wenn schönes Wetter ist gehe ich mit den Kindern nach draußen. Dadurch, dass sie einen Zwillingswagen haben, können immer 2 Kinder für 15-20 Minuten raus. Bei schlechtem Wetter wird einfach weitergespielt. Und gegen 15.00 Uhr bekommen die größeren nochmal eine Art Vesper und danach gehen alle Kinder schlafen und ich kann gegen 15.30 Uhr nach Hause gehen. Von den Arbeitszeiten her ist es wirklich sehr gechillt. Vor allem besonders schön an meiner Arbeit finde ich zu sehen, wie schnell die kleinen sich entwickeln, wie sie anfangen zu stehen, zu grabbeln, dann zu laufen und zu "reden". Echt ziemlich beeindruckend. Ungefähr vier Kinder (die größeren der Gruppe), konnten am Anfang, als ich in die Gruppe gekommen bin, noch nicht laufen, gerade einmal grabbeln, wenn überhaupt. Und jetzt können sie schon laufen (zwar nur an der Hand, aber immerhin) und auch, wenn ich die Bilder von damals und heute vergleiche, sieht man wie groß die geworden sind. Vor allem besonders gut bei meinem Lieblingsbaby zu sehen. Hahaha, ja, dass mit dem Lieblingsbaby ist auch so eine Sache. Wahrscheinlich habe ich es anfangs doch ein wenig zu viel betütelt, naja, jetzt schein ich auch ihre Lieblingstante/betreuerin geworden zu sein. Denn immer wenn ich frühs auf Arbeit komme oder sie aus dem Bettchen hole strahlt sie mich an. Wenn ich sie einmal im Arm habe/auf dem Schoß, kann ich sie nicht mehr absetzen, denn dann fängt sie sofort an zu schreien und will wieder zu mir. Naja, eigentlich macht es mir ja nichts aus sie die ganze Zeit zu haben, aber ich muss mich ja auch noch um die anderen Kinderchen kümmern. Ein bisschen kompliziert ist es manchmal schon, wenn zwei oder drei Kinder gleichzeitig schreien, ich setzte sie ab, um ein oder zwei von den schreienden zu nehmen und dann beginnt sie auch mit schreien. Oder alleine auf dem Töpfchen sitzen ohne mich mag sie auch nicht. Was solls, ich finde sie trotzdem mega süß, sowie die anderen Kinder natürlich auch. Ich glaube auch, dass ich den Betreuerinen dort schon eine Hilfe bin, denn sie lassen mich häufig mit den Kindern alleine im Zimmer und erledigen dann andere Sachen.
Ich würde euch ja gerne ein paar Bilder aus dem Babyhaus zeigen, aber aus rechtlichen Gründen ist es für mich ratsam, dass zu unterlassen ;).

In meiner Freizeit schaut es nun teils, teils besser aus. Ich gehe zwei bis drei Mal die Woche ins Fitnessstudio. Das macht mir auch ziemlich Spaß und der ganze Nachmittag ist damit gut ausgefüllt. An den Wochenenden habe ich allerdings immer noch nicht so sonderlich viel mehr zu tun. Anfang des Jahres war ich ungefär 3 bis 4 Sonntage bei einer litauischen Familie zu Besuch. Nun allerdings seit ungefähr 6-7 Wochen auch nicht mehr. I.wie ganz komisch. Ich hatte dort noch mit übernachtet und dann die nächsten Wochenenden hatten sie keine Zeit oder haben sich vorher trotz SMS-Anfrage von mir nicht mehr gemeldet. Mal sehen ob es noch mal klappt mich mit ihnen zu treffen. Mit Toma und Aurelija treffe ich mich auch nicht mehr als 3 Mal im Monat. Da sie in die 12. Klasse gehen und auch jede von ihnen noch einen Freund haben, sind sie damit genug beschäftigt. Aber wir waren ein paar Mal zusammen im Club oder haben uns einen schönen und gemütlichen Nachmittag bzw. Abend zusammen gemacht. Zu meinem Geburtstag waren wir erst in einer Bar und sind dann in einen Club. Dieser Club hatte mir aber überhaupt nicht zugesagt, dort war es total kalt, es war nichts los und dazu auch noch schlechte Musik. Naja, dafür war es vorher in der Bar umso besser. Am Geburtstagsmorgen haben ich mit verschiedenen Leuten geskypt. Erst Oma und Opa, dann Nico und Fränze, am Nachmittag dann mit meinem Onkel und Cousinen sowie mit meinen Eltern und Susann. Somit habe ich den Tag ganz gut rumbekommen, obwohl ich mich schon ziemlich einsam gefühlt habe und Geburtstag zu Hause definitiv tausend Mal besser sind. Aber ich habe das Beste draus gemacht.

(Besuch von Fränze jetzt nur in der Kurzfassung, wer einen ausführlicheren Bericht wünscht oder noch Fragen hat, soll mich oder Fränze persönlich anschreiben ;) ).
Dann endlich, am 13. März, ist meine liebe Fränze bei mir in Litauen eingetroffen. Ich habe sie in Vilnius vom Flughafen abgeholt und wir sind dann gemeinsam nach Alytus gefahren. Zum Abendbrot habe ich feine Pelmeni für Fränze gemacht, als Belohnung für das feine Abendessen gab es Geschenke von Fränze für mich ;). Am nächsten Tag, einem Donnerstag, ist Fränze mit ins Babyhaus gekommen und war ganz begeistert. Fränze hat auch gleich alles mitgemacht, vom spielen, übers füttern bis zum umziehen und ins Bettchen bringen. Am Nachmittag waren wir noch in der Stadt und haben Blynui (Pancakes) gegessen. Am Freitag ging es dann endlich nach Palanga an die Ostsee. Die Fahrt war recht entspannt. Wir sind erst mit einem Bus von Alytus nach Kaunas und gleich in einen Anschlussbus. Das coole an diesem Bus, der dann direkt weiter nach Palanga fuhr, war, dass es ein Doppeldeckerbus war und wir ganz oben, ganz vorne saßen und dadurch einen 1A-Panoramablick hatten. Somit vergingen die 4h im Bus auch wie im Flug. Angekommen in Palanga sind wir erst einmal fein Mittagessen gegangen. Und wie sollte es am Meer anders sein, natürlich gabs Fisch für uns. Anschließend gings ins Hotel und sofort an den Strand. Heeeerrlich sag ich euch. Total schön. Nachdem wir einen wundervollen Sonnenuntergang bestaunt haben ging es zum Abendessen in ein tolles Restaurant, was dann auch zu unserem Stammrestaurant für die Zeit in Palanga wurde. Das tolle an Litauen ist nämlich auch, dass das Essen im Restaurant extrem günstig ist, aber trotzdem qualitativ Hochwertig. Am Samstag sind wir frühs sofort wieder zum Strand und das krasse war, vorne die Küste war plötzlich über Nacht komplett eingefroren. Krass. Es sah besonders aus, aber uns beeindruckte auch wie schnell das mit dem zufrieren ging. Anschließend gings ins Bernsteinmuseum und zum Mittagessen. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir wieder komplett am Strand. In den Dünen (schön windgeschützt) haben wir es uns mit geräuchertem Fisch und einem Buch gut gehen lassen. Fränze hatte grandioser Weiße daran gedacht, ihren Drachen von zu Hause mitzubringen und so konnten wir Drachen steigen lassen. Abends gings dann wieder ins Restaurant. Schon Freitag hatten wir die fixe Idee noch einen Tag, bis Montag, zu verlängern, was wir dann Samstag schließlich auch taten. Somit hatten wir noch einen ganzen Tag mehr und sind deshalb Sonntag nach Klaipeda gefahren. Sind ein bisschen zum Hafen, haben uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesehen und sind dann gegen 15.00 Uhr wieder zurück nach Palanga gefahren, da wir Sehnsucht nach dem Meer und Strand hatten. Am Montag ging es dann noch mal an den Strand, bevor wir dann leider am späten Nachmittag nach Hause/Alytus fahren mussten, wo wir dann auch gegen 21.00 Uhr ankamen. Noch im Bus nach Alytus rief Roma an un sagte uns, dass wir die ganze Woche über frei hätten. Hätte sie uns das eher gesagt, wären wir noch einen Tag länger geblieben. Naja, so haben wir dann die nächsten Tage immer schön ausschlafen können. Am Dienstag Nachmittag bin ich mit Fränze zusammen ins Fitnessstudio gegangen, die anderen sind wir, trotz das ich frei hatte, ins Babyhaus gegangen, weil Fränze das ja auch sehr gefallen hatte und wir sonst auch gar nicht gewusst hätten, mit was wir uns sonst beschäftigen sollten. Am Donnerstag Nachmittag, nach dem Babyhaus, sind wir einem Verkehrsschild gefolgt, welches einen Skilift ausschildert. Ehrlich gesagt, haben wir in diesem doch recht flachen Land nicht daran gedacht, dass es wirklich einen Skilift gibt und dazu noch so einen modernen. Nach gefühlten Stunden durch die Pampa haben wir den Skilift tatsächlich gefunden. Es war zwar nur ein kleines Hängchen, dafür mit modernster Technik ausgestattet. Da man dort auch Skier ausleihen konnte und die Preise dafür auch noch relativ preiswert waren, haben wir beschlossen Freitag Skifahren zu gehen. Es war wirklich richtig toll. Das erste Mal Skifahren in diesem Winter. Ich habe es sehr genossen. Abends hieß es dann leider schon wieder Sachenpacken, denn am Samstag ging es auf nach Vilnius, bevor Fränze dann am Montag wieder nach Hause flog. Am Samstag in Vilnius angekommen, haben wir unser Gepäck am Busbahnhof abgegeben und sind ein wenig in die Stadt rein gegangen. Nach dem Mittagessen haben wir unser Gepäck wieder abgeholt und sind mit einem Bus zu unserem Hotel gefahren. Nach kurzem ausruhen ging es gleich wieder weiter zum Sightseeing. Am Sonntagmorgen gingen wir wieder Richtung Zentrum/Altstadt. Und umso näher wir an die Altstadt kamen, destso mehr Menschen wurden es und es gab kleine Staus. Wir wunderten uns schon was los ist, denn am Straßerand wurden auch so Sträuche getrockneter Blumen verkauft, bis uns dann Einfiel, dass ja Palmsonntag war. Wir sind dann weiter hoch in die Altstadt zu einer Kirche und zum "Tor der Morgenröte". Es war alles voller Menschen. In die Kirche sind wir kaum noch reingekommen, weil diese so voll war. Spaßeshalber haben wir uns noch einen Gottesdienst mit angeguckt und wurden gesegnet. Anschließend sind wir Mittagessen gegangen und haben unseren Rundgang durch die Altstadt fortgesetzt. Abends waren wir dann noch in meinen lieblings Pub, wo es die weltbesten Fish & Chips gibt. Zum Abschluss grandioser 12 Tage haben wir uns noch einen Cider gekauft, den wir dann im Hotel getrunken/genossen haben. Montagmorgen mussten wir dann leider zum Flughafen und Fränze ist wieder nach Hause geflogen. Ich wurde allein zurück gelassen. Sehr traurig.

Ja, ein wenig kalt war es, aber wenn man schon mal am Strand ist muss man ihn auch mit den Füßen spüren ;). Haaaallöööööchen :) Ein kleiner Gruß von uns ;) Da war die Ostsee über Nacht einfach mal so eingefroren. Spuren im Sand ;). Fränzes schönster Schnappschuss :). Ein allerletzter Blick zurück zum Strand, bevor es wieder nach Alytus ging. Diese getrockneten Sträucher gab es überall am Straßenrand am Palmsonntag zu kaufen ;). Das Tor der Morgenröte. Fränze meinte, ich sehe aus wie ein Freiheitskämpfer, wenn ich das getrocknete Ding soo halte. Na gut, wenn sie meint ;). Der Ein-/Ausgang zu meinem Lieblingspub.

Aber ich bin ja zum Glück jetzt nicht mehr so lange alleine, denn nächsten Donnerstag kommt schon Macio zu Besuch und bleibt übers Wochenende. Und dann am 7. Mai hat sich schon meine Mutti angekündigt. Und dann, dann endlich gehts Heim, aber bis dahin werde ich noch hoffentlich schöne Tage hier verbringen. Ja, ja, ihr habt schon richtig gelesen. Ich komme am 16. Mai nach Hause, wen es imteressiert.