Berichte von 01/2013

Tag 125-169: Wundervolles Heim kommen und traurige Rückkehr nach Litauen.

Dienstag, 15.01.2013

So, nun nach einer halben Ewigkeit melde ich mich auch mal wieder. Das lange ausbleiben eines neuen Eintrages hat zweierlei Gründe, zum einen hatte ich zu Hause, in meinen Augen, wichtigeres zu tun und zum anderen hatte ich bis letzten Sonntag kein Internet und habe heute mal endlich wieder Lust mich ausführlicher zu melden.

Meine Heimreise begann schon am 12.12.2012. Ich fuhr nachmittags nach der "Arbeit" mit dem Bus nach Vilnius, da ich dort im Flughafenhotel übernachten wollte. Ich bin aus dem Grund schon einen Tag eher gefahren, da man im Winter ja immer mit Schnellfällen rechnen muss und ich wollte kein vermeidbares Risiko eingehen meinen Flug auf i.eine Art und Weise zu verpassen. Da ich schon sehr zeitig in Vilnius war und ich keine Lust hatte ewig im Hotel rumzuhängen, habe ich mein Gepäck am Busbahnhof abgegeben und bin noch mal in die Stadt rein gelaufen. Bin ein wenig rumgeschlendert, habe noch einen Crepe gegessen und mich dann wieder auf den Rückweg zum Busbahnhof gemacht. Mit dem nächsten Flughafentransfer bin ich dann zum Flughafenhotel. Das Hotel war wirklich klasse und ich hab es sehr genossen nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder deutsches Fernsehen zu gucken. Am nächsten Tag dann habe ich gegen 12.00 Uhr ausgecheckt und bin rüber in den Abflugsterminal. Pünktlich um 14.55 ist das Flugzeug nach Franktfurt abgehoben und noch pünktlicher ist das Flugzeug dann in Frankfurt wieder gelandet. Nach einer kleinen Wartezeit und Terminalwechsel ging es dann nach Dresden weiter. Die Freude da endlich meine Familie wieder zusehen war im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich. Wir sind dann zu meiner Oma und meinem Opa Abendbrot essen gefahren. Und auch da war die Wiedersehenfreude natürlich rießig. Das Wochenende mit meiner Familie habe ich mehr als genug genossen. Ich habe gleich noch das Plätzchenbacken nachgeholt, was die anderen, ohne mich, schon traditionell am Buß und Bettag gemacht hatten. Am Samstag Nachmittag kamen dann meine beiden Großeltern zum Kaffeetrinken. Es war wirklich richtig schön, alle wieder um mich zu haben.

Am Montag bin ich dann gleich mit dem ersten Zug um 05.30 Uhr nach Aalen zum Seminar gefahren. Es war echt schön, die andern mal wieder zu sehen und zu hören wie es ihnen in der Zwischenzeit so ergangen ist. Trotzdem war ich froh, als ich am Freitag endlich wieder nach Hause fahren konnte.

Am Samstag habe ich dann endlich mein liebes Fränzchen und meinen lieben Nico wieder gesehen. Die beiden haben sich ganz viel Mühe gegeben und litauischen Borschtsch zubereitet. Dieser hat echt richtig gut geschmeckt. Es wurde natürlich sehr viel geschwatzt. Am Nachmittag, als es draußen schon dunkel wurde und die Kerzen und Schwibbogen zur Geltung kamen, haben wir Bescherung gemacht. Fränze durfte sich über eine Mascha i Medved DVD freuen und Nico sich über eine litauische Glockenhexe. Für mich gab es jede Menge Glücksbringer und ein riesen Geheimnis, welches sich dann zu Silvester lüften sollte. Abends/Nachts dann, nachdem Fränze nach Hause gegangen ist, haben Nico und ich einen wunderschönen Spaziergang gemacht, vorbei an den Erinnerungen unserer Kindheit.

Weihnachten wurde dann wieder ganz traditionell gefeiert. Zum Mittag waren wir wieder zum selbstgemachten Nudeleintopf, bei meinen Brander, Oma und Opa essen. Dann machten uns (Susann und mir) unsere Oma wieder die Haare und schon war es Zeit nach Langenau zu düsen. Dort wurden dann auch gleich die anderen beiden Großeltern in Empfang genommen. Dann wurde im Anblick des Kaminfeuers Kaffeegetrunken, später spielte meine Momy Keyboard und Susann, Papa und ich sangen Weihnachtslieder. Dann gab es die Geschenke. Und ich muss sagen, mir haben alle sehr gefallen und ich hätte keines umtauschen wollen. Zum Abendbrot gab es dann wieder Kartoffeln, Sauerkraut, Bratwurst, Schweinefleisch und zum Nachttisch Obstsalat. Anschließend zeigte ich noch Litauen Bilder und Papa einen Jahresrückblick und dann war dieses Weihnachtsfest auch schon fast wieder vorbei.

Am 27.12. habe ich dann erfolgreich meine Fahrprüfung bestanden und bin nun stolze Besitzerin eines Führerscheins. Yeees. Am selben Tag sind wir noch nach Döbeln um eine Expresslieferung des Führerscheins zu beantragen, damit ich ihn noch zugeschickt bekomme, bevor ich nach Litauen gehe. Wir mussten dafür extra noch mal 7€ bezahlen. Allerdings habe ich den Führerschein bis heute nicht. Und sowas nennt sich dann Expresslieferung, naja ich weiß ja nicht, was daran Express sein soll.

Nicht zu vergessen war am 30.12. noch der Geburtstag meines Opa's aus FG. Wir gingen alle zusammen Mittagessen. Am Nachmittag trafen wir uns dann im Cafe am Stollenhaus und tranken Kaffee. Nachdem mein Papa meine Großeltern aus FG wieder nach Hause geschafft hatte, bowlten wir noch eine Runde mit meinen Großeltern aus Brand.

Schon am nächsten Tag war dann die grandiose Silvesterfeier mit Fränzchen und Nico. Gegen 12.30 fuhr mich mein Vati zu Nico nach Brand. Wir drei fuhren dann anschließend noch einkaufen und zu Nico in die WG. Dort bereiteten wir alles vor, d.h. wir schmückten alles, spielten dann ein Spiel und bereiteten alles fürs Raclette vor. Auf alle Fälle war der Abend sehr lustig, nicht zuletzt auch wegen der Schraubgläßer und weil wir einfach immer lustig sein können. Dann bekam ich noch mein versprochenes Weihnachtsgeschenk. Es war ein selbstgemachtes T-Shirt, was später im FlowerPower noch für Aufsehen sorgen sollte. Kurz vor Mitternacht gingen wir dann auf einen Berg um uns das Feuerwerk von Chemnitz anzusehen. Ui, war das Feuerwerk klein und weit unter uns. Aber es war trotzdem sehr schön, da man sehr weit und rings um den Berg gucken konnte. Eine mega Aussicht von da oben. Später dann sind wir noch ins FlowerPower gefahren, von dem wir uns auch erst kurz noch 7.00 Uhr wieder lösen konnten.

Am Mittwoch sind dann noch Lisa, Ali und Fränzchen zu mir gekommen und wir haben gequatscht und ich habe Litauen Bilder gezeigt. Es war echt schön die beiden mal wieder zu sehen. (Fränze hatte ich davor ja schon öfters gesehen, auch wenn ich mich natürlich trotzdem gefreut habe, sie zu sehen ;) ). Nachdem die andern beiden schon relativ zeitig wieder gefahren sind, blieb Fränze noch bis 24.00 Uhr und wir quatschten noch mit meinen Elis. War echt ein sehr, sehr schöner Abend.

Der Abschied rückte dann unaufhaltsam näher und schon am Freitag gingen es dann zum Mittagessen zu meinen Großelis. Für mich und Mama gab es lecker, lecker Herz und für den Rest Kartoffelsalat und Hackfleisch. Leider musste ich mich dann schon wieder von den beiden verabschieden, was mir ganz und gar nicht schmeckte. Später am Tag fuhren wir noch nach Freiberg, damit ich mich auch noch von meinen Großeltern aus FG verabschieden konnte. Auf alle Fälle stellte ich fest, dass ich Abschiede nicht mag. Auch von meiner lieben Schwester musste ich mich schon am Freitag verabschieden, da ich am Samstag schon sehr zeitig aufstehen und los machen musste. Am Flughafen frühstückten wir noch. Und ich wäre am liebsten gar nicht erst wieder geflogen, aber mir blieb ja nichts anderes übrig. Die Reise verlief planmäßig und gut und so kam ich am Abend wieder in Alytus an. Die ersten Momente, einsam in diesem Zimmer, waren echt grauenvoll. Hätte ich gekonnt, wäre ich auf der Stelle zurück geflogen. Am Sonntag habe ich mich dann versucht abzulenken und bin von Supermarkt zu Supermarkt und habe mir dann am Ende im ersten Supermarkt einen Zweiplattenherd gekauft und mir abends gleich was feines gekocht. Die Arbeit dann am Montag lenkte von dem Wunsch schnell wieder nach Hause zu fahren, ein bisschen ab. Und ja, ich hatte letzte Woche ein wenig Arbeit. Zwar nicht sehr viel und auch nicht sehr anspruchsvoll, aber immerhin was zu tun und ich habe mich nicht die ganze Zeit gelangweielt.

Diesen Sonntag habe ich mich dann noch mit Toma getroffen und wir haben einen super Nachmittag miteinander verbracht. Wir haben gequatscht, Tee und Kakao getrunken und so eine Art gefüllte Apfeltaschen gegessen.

Gestern sollte ich eigentlich mit Roma ins Babyhaus fahren und der Direktorin vorgstellt werden, so wie es mir Roma am Freitag versprochen hatte. Allerdings telefonierte Roma gestern mit der Direktorin und diese meinte, wir sollten doch heute um 9.00 Uhr vorbei kommen. Also bin ich heute extra eine Stunde eher aufgestanden und eine Stunde eher zur Arbeit gefahren. Aber keine Roma war da. Rita meinte, Roma wäre mit ihrem Vater beim Arzt. I.wann gegen 14.00 Uhr kam dann Roma mal auf Arbeit. Sie meinte, dass wir nun morgen um 9.00 Uhr ins Babyhaus fahren würden. Ich war da schon echt sauer und ich bezweifel fast ein wenig, dass wir morgen fahren, da es schon so oft gesagt wurde und am Ende sind wir dann doch nicht gefahren. Da ich gestern und heute nichts zu tun hatte, habe ich fast die ganze Zeit gelesen und ab und zu mal im Internet gesurft. Heute habe ich sogar Film geguckt (!!!), auf Arbeit. Naja, es muss sich auf alle Fälle arbeitstechnisch etwas ändern, so wie es jetzt ist, mache ich es nicht mehr länger mit! Ich hab die Nase echt gestrichen voll!